Krell Vanguard im Test bei einsnull

KRELL Vanguard

So kräftig der Vanguard auch daherkommen mag, klanglich zeigt er sich durchaus von einer filigraneren Seite. Der ESS-Chip löst digitale Signale sehr detailliert auf und gibt sie realitätsnah wieder. Das führt zu einem sehr lockeren, musikalischen Spiel, das dem Verstärker wirklich gut zu Gesicht steht. Das bedeutet aber nicht, dass man hier auf die nötige Kraft verzichten muss, denn durch die gute Leistungsentfaltung der Endstufen wird jeder Raum ausgezeichnet gefüllt.

Dabei hilft die gute Dynamik, alles zu einem sehr runden Gesamtpaket zu machen. Der Vanguard schafft es sogar, dem dynamisch sehr komprimierten Album „Sonic Highways“ der Foo Fighters wieder die nötige Portion Leben einzuhauchen. Beinahe ein wenig ungewöhnlich für einen DAC von ESS, die normalerweise wenig Fehler im Quellmaterial verzeihen. Das Zusammenspiel zwischen digitaler und analoger Sektion funktioniert also wirklich gut. Mithilfe des digitalen Zusatzmoduls vermag der Krell es dann sogar beinahe, alle Funktionen im Wohnzimmer zu übernehmen, was neben der Musikwiedergabe ja auch noch das Fernsehen einschließt, so dass hier ein echter Mehrwert geschaffen wurde. Alles in allem täuscht der erste Eindruck beim Krell Digital Vanguard also nicht, denn wie sein Aussehen es schon verspricht, gibt es hier eine Menge Klangpower nach Hause.

Philipp Schneckenburger,
einsnull 06/2015

Lesen Sie den vollständigen Testbericht hier:
Testbericht einsnull 06/2015