Sonus faber Chameleon T im Test bei fairaudio

Sonus faber Chameleon T

Im Grunde macht gerade dieses „Nichteinordnenlassen“, quasi das Fischen aus verschiedenen Klangabstimmungen die Sonus faber interessant. Während manch ein Hörer womöglich eine eindeutigere Linie oder Schlagseite bei der Wahl der Klangcharakteristik bevorzugt, werden andere die Abstimmung der Chameleon T als „Best of both Worlds“ ansehen. Obendrauf gibt es so oder so eine für diese Preisklasse ungewöhnlich hohe Design- und Verarbeitungsqualität, die wohl jeden Hör- oder Wohnraum – keine Selbstverständlichkeit bei Lautsprechern – optisch aufwertet. Gönnen Sie den Sonus faber Chameleon T beim Probehören auf jeden Fall neutrale bis hochtonseitig tendenziell sanft abgestimmte Elektronik und nehmen Sie sich etwas Zeit für die Aufstellung, bis sie den optimalen Einwinkelungsgrad (der in der Regel nicht auf Achse liegen wird) gefunden haben.

Eine erstaunlich klangstarke Union ergab sich unter anderem mit dem KingRex T20 inklusive des optionalen externen Netzteils. Gerade mal um die 2 x 10 Watt stark und mit einem angenehm stressfreien, fluiden Klang gesegnet, gemahnt der kleine Class-D-Verstärker nicht zuletzt an feine Röhrenamps, die in der Tat ein sehr geeigneter Partner für die Sonus faber Chameleon sein dürften. Das taiwanesisch-italienische Gespann lässt es dabei auch leise sehr feinsinnig und tonal homogen/kohärent angehen, tönt aber selbst bis knapp über Zimmerlautstärke (den 90 db/W/m der Chameleon sei Dank) noch kontrolliert und sauber. Ja, mit solch musikalischen und gar nicht mal leistungsprotzenden Verstärkern zu experimentieren, ist mit Blick auf die Sonus faber Chameleon T auf jeden Fall eine Empfehlung.

Jörg Dames,
fairaudio.de

Lesen Sie den vollständigen Testbericht hier:
Testbericht fairaudio.de 12/2015