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Sonus faber Pryma im Test bei REWIND

Sonus faber Pryma

Hersteller wie B&W oder auch Master & Dynamic (siehe Ausgabe 497) haben bewiesen, dass guter Kopfhörerklang auch mit einem schicken Design einher gehen kann und nicht einfach nur „technisch-funktional“ aussehen muss. Der PRYMA von Sonus faber geht noch einen Schritt weiter. Kein anderer mir bekannter Kopfhörer verbindet so viel Stil und Eleganz mit einem vergleichbar guten Klang. Dabei gelingt ihm dieses Kunststück sogar gänzlich ohne den sonst üblichen Retro-Kniff. Er verbindet moderne und klassische Stilelemente wie kein anderer.

In Sachen Klangcharakter hält er sich grundsätzlich an die gängigen Konventionen der meisten geschlossenen Kopfhörer. Er wirkt lebendig, dynamisch, direkt, ohne mit lästigen Höhen zu nerven, ist dabei aber äußerst unverfärbt und ehrlich. Das Ganze wird gewürzt mit einem klar betonten, aber nicht übertriebenen und äußerst sauberen und tiefreichenden Bass. Dieser verleiht ihm klangliche Wärme und ordentlich Punch. Eine Abstimmung, die überzeugt.

Desweiteren bietet der PRYMA hohe Praxistauglichkeit. Dank seines enorm hohen Wirkungsgrades spielt er bei Bedarf auch direkt an lautstärkebegrenzten Mobilplayern angeschlossen mit hohen Pegeln. Und das so resonanz- und verzerrungsarm, wie ich es in der Klasse geschlossener Mobilkopfhörer bisher nicht gehört habe. Allerdings verdient er sowohl an iDevices wie auch im stationären Betrieb einen anständigen Spielpartner in Form eines hochwertigen DAC/Kopfhörerverstärkers, um sein volles Potential entfalten zu können.

Zu guter Letzt stimmt auch der Tragekomfort. Er sitzt relativ stramm, ohne zu drücken, und rutscht auch bei schnellen Bewegungen oder beim Vor- und Zurückbeugen nicht vom Kopf. Die Ohrmuscheln (meine zumindest) stoßen nirgends gegen die Polster oder gar die Schallwände. Nichts wirkt eingeengt.

Mit diesem überzeugenden Paket ist der PRYMA der absolute Klassen-PRYMUS unter den mobiltauglichen, geschlossenen Spitzenkopfhörern und neue REWIND-Referenz in seinem Segment. – BOOM!

Frank Borowski,
MacRewind.de

Lesen Sie den vollständigen Testbericht hier:
Testbericht REWIND 11/2015