Wadia di322 im Test bei einsnull

Testbericht-WADIA-di322-einsnull-06-2015

Schließlich überzeugt der Wadia auch bei CD-Qualität. Der schnelle Wechsel zwischen schwungvollem Gitarrenspiel und nach kurzer Stille einsetzendem Gesang bei Jonathan Coultons eigenwilligen Songs bewegt bei jedem Mal und setzt so druckvoll an, dass man beinahe erschrickt. Dabei spielt der ESS-Wandler gewohnt detailreich und differenziert, jedoch nicht ganz so ungeschliffen, wie man es manchmal von dieser Art Chip gewohnt ist. Um die bevorstehende Weihnachtszeit einzuläuten, erlaube ich mir den Spaß, noch ein wenig der Soul Christmas genannten Compilation auf TIDAL zu lauschen. Satte aber fließende Bässe bei Clarence Carters „Backdoor Santa“ bieten hier eine solide Grundlage für die lebhaften Bläser, wobei man die Bewegungen der Musiker und ihrer Instrumente auf der Bühne perfekt nachvollziehen kann. Verpackt in das mittlerweile bekannte Industrial Design liefert der di322 musikalisch also noch mal mehr als sein Vorgänger. Die Wiedergabe von Titeln in DSD und auch hohen PCM-Formaten ist beeindruckend, auch wenn erhältliche Titel wie gesagt rar sind. Doch wenn die Labels endlich nachziehen, ist man mit dem di322 bereits bestens vorbereitet. Ein toller, durchdachter Wandler, der wieder einmal zeigt, dass Wadia im Digitalbereich einfach zur absoluten Spitze gehört.

Philipp Schneckenburger,
einsnull

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Testbericht einsnull 05/2016